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Das 33. Kinofest

Unsere Gewinner:innen 2023

Der mit 15.000 Euro dotierte Publikumspreis beim Kinofest Lünen, die „Lüdia“, geht in diesem Jahr an den Filmemacher Chris Kraus für „15 Jahre“. Im Rahmen des Kinofests wurden insgesamt fünf Preise ausgelobt.

Mit der „Rakete“, dem mit 5.000 Euro dotierten Kinder- und Jugendfilmpreis, wurde Stefan Westerwelle für seinen Film „Kannawoniwasein“ geehrt. Die Schauspielpreis-Jury, 2023 bestehend aus der Schauspielerin Nina Petri, dem Schauspieler und Filmemacher Luca Zamperoni sowie Gudrun Sommer, Leiterin von DOXS Ruhr, zeichnet Aylin Tezel mit dem Schauspielpreis für die Hauptrolle in dem Film „Falling Into Place“ aus, der gleichzeitig auch ihr Debüt als Regisseurin ist. Den Preis für den besten Kurzfilm erhielten Hannah-Lisa Paul für „Riten“ und Miri Klischat für „when i bleed“. Erstmals in der Geschichte des Kurzfilmpreises ging der 1. Platz an zwei Filme.

„Wie vielfältig und lebendig der deutsche Film ist, haben die fünf Festivaltage wieder einmal bewiesen. Unsere Gäste haben Lust auf das Kino-Erlebnis und den anschließenden Austausch mit den Filmschaffenden und anderen Kinoliebhabern. Das haben die weiter steigenden Besucherzahlen gezeigt.“ resümiert Lutz Nennmann, einer der beiden Geschäftsführer des Kinofest Lünen und gemeinsam mit Meinolf Thies Betreiber der Cineworld.

Premieren & Gäste

Neben Filmemacherinnen und Filmemachern wie Hans Steinbichler, Katharina Huber, Alice Gruia und Behrooz Karamizade, den Filmstudierenden der FH Dortmund und der Bergischen Universität Wuppertal und einem True Crime Abend mit Joe Bausch, waren zahlreiche Schauspieler:innen vor Ort, wie Hannah Herzsprung, Jan Bülow, Jörg Hartmann, Andreas Lust, Aylin Tezel und natürlich Senta Berger, die mit dem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Ihr Film „Weißt du noch?“ war – neben der Preisverleihung – krönender Abschluss des Filmfestes. Das Festival wird seit vielen Jahren maßgeblich gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW, die mit 12 geförderten Produktionen (Kurz- und Langfilmen) im Programm vertreten war.

50 Filme liefen im Rahmen des Festivals und rund 50 angereiste Filmschaffende sorgten für lebhaften Austausch. Knapp 5.500 Besucher:innen sahen diese fünf Tage lang, vom 29. November bis 3. Dezember 2023.

Stets im Fokus des Kinofest Lünen: Der deutsche Film. Darunter die Weltpremiere des Dokumentarfilms “Vom Ende eines Zeitalters” (R: Christoph Hübner, Gabriele Voss) sowie das vielfach prämierte Spielfilmdebüt “Ein schöner Ort” (R: Katharina Huber). „Gerade in Zeiten wie diesen stärkt das filmkulturelle Erlebnis und der Austausch darüber den gesellschaftlichen Zusammenhalt und erfüllt unser Bedürfnis nach Gemeinschaft. Für beides ist Kino der perfekte Ort. Wir hoffen, dass wir mit unserem Programm 2023 begeistern und zu weiteren Gesprächen anregen konnten,“ so Festivalleiterin Sonja Hofmann.

Siegfried Kracauer Preis

Eine Besonderheit war die diesjährige Verleihung des Siegfried Kracauer Preises, der im Rahmen des Festivals zum zweiten Mal verliehen wurde. Der Siegfried Kracauer Preis 2023 für die Beste Filmkritik geht in diesem Jahr an die Autorin Julia Lorenz, das Siegfried Kracauer Jahresstipendium 2023/24 erhält Leonard Geisler für eine Essayreihe zum Thema „Kuchenfilm“. Der Preis wird vergeben von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, der Film- und Medienstiftung NRW und der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM), gemeinsam mit dem Verband der deutschen Filmkritik.

Nike: Der Preis für das Lebenswerk

Mit Senta Berger kam erneut ein Weltstar nach Lünen. Sie ist nach Mario Adorf die zweite Preisträgerin der „Nike“, dem durch Thies und Nennmann 2022 ins Leben gerufenen Preis für das Lebenswerk, dessen Preisgeld in diesem Jahr von Remondis gesponsert und durch den Vorstand Thomas Breitkopf übergeben wurde. Die Karriere der 82-jährigen Schauspielerin wurde mit einer Werkschau gewürdigt.

2021 haben die Kinobetreiber der Cineworld Lünen, Meinolf Thies und Lutz Nennmann, das Festival als Veranstalter und Sonja Hofmann als künstlerische Leiterin übernommen. 2023 gab es wiederholt eine umfassende Kooperation mit der FH Dortmund und der Universität Wuppertal, die viele Studierende nach Lünen lockte.

DIE JURYBEGRÜNDUNGEN

Aylin Tezel in „Falling Into place“

Die Jury vergibt den Schauspielpreis (gestiftet vom Filmclub Lünen e.V.) an Aylin Tezel für ihre Darstellung im Film „Falling Into Place“, bei dem sie zudem erstmals Regie führte, mit der Begründung:

„Man sieht die Schauspielerin in der Großaufnahme, die Tränen rollen ihr über das Gesicht. „I am not crying“.
Aylin Tezel zeigt uns eine Frau auf dem Weg zu sich selbst. Diesen Prozess, der voller Widersprüche und emotionaler Herausforderungen ist, stellt sie humorvoll, schmerzhaft und leidenschaftlich dar. Ihr virtuoses Spiel hat uns in seiner Wahrhaftigkeit sehr berührt.“

Stefan Westerwelle mit „Kannawonisein!“

Die „Rakete“ 2023 erhält Stefan Westerwelle für seinen Kinderfilm „Kannawoniwasein!“. Ausgewählt wurde der Film von der „Rakete“-Schülerjury, bestehend aus Dylan Dunker, Suri Priscille Ngueliebou, Lelas Hussein und Carlo Völkering von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen.

Die Jury-Begründung: „Wir haben uns für den Film „Kannawoniwasein“ entschieden, denn der Film hat uns sehr berührt. Er war spannend und lustig und wir fanden diese Mischung gut. Wir konnten uns gut in die Charaktere hineinversetzen. Es war ein sehr schöner Film und er ist uns ans Herz gegangen.“

Hamid Reza Abbasi und Sadaf Asgari in „Leere Netze“

Eine lobende Erwähnung vergibt die Jury für „Leere Netze“ und für die authentische und intensive Darstellung des Hauptdarstellers Hamid Reza Abbasi und der Hauptdarstellerin Sadaf Asgari in „Leere Netze“.

Download

Hier können Sie unseren Programmkatalog zum 33. Kinofest Lünen mit allen weiteren Infos zu den Wettbewerben, den Sektionen, einzelnen Vorstellungen und vielem mehr als PDF herunterladen.

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