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“Auf der Suche nach Fritz Kann” gewinnt Lüdia

Lünen, den 27. November 2022. Die „Lüdia“ 2022, der mit 15.000 Euro dotierte Publikumspreis des Kinofest Lünen geht in diesem Jahr an Marcel Kolvenbach für den Film AUF DER SUCHE NACH FRITZ KANN und wurde im Rahmen der offiziellen Preisverleihung am 27. November im Festivalkino, der Cineworld Lünen, vergeben. Tine Kugler und Günther Kurth wurden mit der „Rakete“, dem Kinder- und Jugendfilmpreis, für KALLE KOSMONAUT geehrt.

 

Die Schauspielpreis-Jury, 2022 bestehend aus der Casterin Susanne Ritter, dem Regisseur Tom Schreiber und dem Regisseur und neuen Leiter der Solothurner Filmtage Niccolò Castelli, zeichnet Michèle Brand mit dem Schauspielpreis für ihre Hauptrolle in DREI WINTER aus (Regie: Michael Koch). Den Preis für den besten Kurzfilm erhielten Marc Philip Ginolas und Marius Beck für MACH’S LICHT AUS.

 

„Ich danke den rund 160 nach Lünen angereisten Filmschaffenden für unvergessliche Festivalmomente und intensive Gespräche in der Cineworld Lünen, den zahlreichen Regisseur:innen, den Filmstudierenden und den Schauspieler:innen, darunter Christina Große, Nina Petri, Jeanne Tremsal, Fabian Busch, Godehard Giese, Clemens Schick, Olaf Schubert und der wunderbare Mario Adorf, die uns mit ihren Filmen beeindruckt und bezaubert haben“, resümiert Festivalleiterin Sonja Hofmann.

 

Knapp 4.500 Besucher:innen sahen fünf Tage lang, vom 23. bis 27. November 2022, über 60 Filme. Stets im Fokus des Kinofest Lünen: Der deutsche Film. Darunter DANCING PINA vom ehemaligen „Lüdia“-Gewinner Florian Heinzen-Ziob, der sehr persönliche Dokumentarfilm LIEBE ANGST von Sandra Prechtel oder das viel gelobte Spielfilmdebüt ALLE WOLLEN GELIEBT WERDEN von Katharina Woll. Mit Mario Adorf kam erstmals in der Geschichte des Kinofestes ein Weltstar nach Lünen. Er wurde erster Preisträger der „Nike“, dem durch Thies und Nennmann neu ins Leben gerufenen Preis für das Lebenswerk, dessen Preisgeld von den beiden Kinomachern gesponsert wurde. Die Karriere des 92-jährigen Schauspielers wurde mit einer Werkschau gewürdigt.

 

2021 haben die Kinobetreiber der Cineworld Lünen, Meinolf Thies und Lutz Nennmann, das Festival als Veranstalter übernommen. „Das Kinofest lebt durch die Nähe zum Publikum. Wir glauben nach dem einhelligen Echo der Gäste und Besucher, dass es uns gelungen ist, die Lünerinnen und Lüner fünf Tage lang mit unvergesslichen Kino-Erlebnissen zu begeistern.”

 

Neu in 2022 war eine umfassende Kooperation mit der FH Dortmund und der Universität Wuppertal, die viele Studierende nach Lünen lockte. Ein weiterer Schwerpunkt im Programm war das Filmland Schweiz: Mit acht Beiträgen war das Nachbarland in einem Fokus vertreten. Das Festival wird maßgeblich gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW, die mit 15 geförderten Produktionen im Programm vertreten war.

 

Kinofest Lünen 2022 – Die Preise:

 

Eine Jury vergibt den Schauspielpreis (gestiftet von der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion) an Michèle Brand für ihre Darstellung in DREI WINTER (R: Michael Koch) mit der Begründung:

 

„Du kannst nicht einfach so gehen, hast du das verstanden?“, sagt sie zu ihrem sterbenden Mann, und wir erleben, wie sie ihre Wut, ihre Machtlosigkeit und ihre Liebe in nur einem Blick, nur einem kurzen intensiven Moment transportiert. Ihre Augen legen dabei nicht nur ihre eigenen Ängste frei. Wir spüren durch sie auch die Dramen und die Hilflosigkeit der anderen Figuren. Und jede Pore, jedes Härchen auf ihrer Haut zeigt uns ihre Verletzlichkeit, die im Kontrast zur rauen und zerklüfteten Welt dieses entlegenen Alpendorfs steht.

Mit ihrem reduzierten Spiel gibt Michèle Brand ihrer Figur eine Schutzlosigkeit und gleichzeitig eine mitreißende innere Kraft, voller Mut und unbedingtem Willen, die uns nachhaltig beeindruckt hat.

 

Die „Rakete“ 2022 erhalten Tine Kugler und Günther Kurth für KALLE KOSMONAUT. Ausgewählt wurde der Film von der „Rakete“-Schülerjury, bestehend aus Matti Binkhoff, Oskar Rheiner, Sebastian Sulewski und Eren Culhalik vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Lünen. Die Jury-Begründung:

 

„Kalle Kosmonaut zeigt nicht den typischen, erfolgreichen Hauptcharakter, sondern eine unfaire, miserable Welt. An diesem Film sieht man, dass das Leben Höhen und Tiefen hat.

Obwohl man nicht aus solchen Verhältnissen stammt, kann man sich trotzdem gut in Kalles Lage versetzen. Kalle war sehr offen und hat kein Blatt vor den Mund genommen und von seinem Leben erzählt. Man merkt die Entwicklung von Kalle im Laufe des Films und die harte Arbeit, die die Produzenten zehn Jahre in den Film gesteckt haben. Nach dem Film denkt man noch lange darüber nach, da er sehr tiefgründig und bewegend ist. Der Film zeigt, dass kein Mensch sich aussucht, böse zu sein. Wir wünschen uns, dass die „Rakete“ dabei hilft, dass viele Leute den Film sehen.“

 

Sowohl die „Lüdia“ (Publikumspreis) als auch die „Nike“ (Lebenswerk) sind jeweils dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro, der Kinderfilmpreis „Rakete“ mit 5.000 Euro und der Kurzfilmpreis, ebenfalls ein Publikumspreis, mit 3.000 Euro. Der „Schauspielpreis” ist dotiert mit 3.000 Euro.

 

Pressekontakt
PD PR// Paula Döring
mobil: 0151 – 4489 41 45 / presse@kinofest.film

 

Veranstalter
NENNMANN & THIES FESTIVAL gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
Lutz Nennmann und Meinolf Thies

 

Festivalleitung
Sonja Hofmann

 

Operative Kinofestleitung
Max Biela

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